Tiergestützte Therapie mit Hunden: Wie Hunde die Psychotherapie unterstützen können

Hunde können beruhigen, Vertrauen schaffen und den Zugang zu eigenen Gefühlen erleichtern. Auch in der Psychotherapie wird der Kontakt zu Hunden gezielt eingesetzt. Doch wie wirkt tiergestützte Therapie auf die Psyche und was sagt die Wissenschaft dazu?

22.10.2026

LESEZEIT: 10 MINUTEN

KATEGORIE: TIERTHERAPIE, PSYCHISCHE ERKRANKUNGEN

AUTORIN: MAREIKE PENDEROCK

Manchmal fällt es leichter, einem Hund die Hand entgegenzustrecken, als einem anderen Menschen die eigenen Gefühle zu erklären. Ein Hund fragt nicht nach Diagnosen, erwartet keine passenden Antworten und reagiert unmittelbar auf das Verhalten seines Gegenübers. Genau darin liegt eine besondere Möglichkeit für die Psychotherapie: Begegnungen mit Hunden können Erfahrungen ermöglichen, die sich allein im Gespräch nur schwer vermitteln lassen.

Die tiergestützte Therapie mit Hunden nutzt den Kontakt zwischen Mensch und Tier, um psychotherapeutische Prozesse zu unterstützen. Dabei geht es nicht allein um Nähe und Zuwendung. Auch Vertrauen, Selbstwahrnehmung, der Umgang mit Grenzen und das Erleben eigener Fähigkeiten können im Mittelpunkt stehen. Wie hilfreich diese Erfahrungen sind, hängt allerdings von der individuellen Situation und der fachlichen Einbindung in die Behandlung ab.

 

Was ist tiergestützte Therapie mit Hunden?

Die tiergestützte Therapie ist eine zielgerichtete Intervention, bei der Tiere bewusst in einen therapeutischen Prozess einbezogen werden. In der hundegestützten Psychotherapie unterstützen ausgebildete Hunde und ihre Trainer:innen die Arbeit an individuellen psychotherapeutischen Zielen. Dazu können beispielsweise der Aufbau von Vertrauen, die Regulation von Emotionen oder die Förderung sozialer Kompetenzen gehören.

Dabei ist zwischen einem gewöhnlichen Kontakt zu Tieren und einer professionellen tiergestützten Intervention zu unterscheiden. Während die Begegnung mit einem Hund im Alltag Freude oder Entspannung vermitteln kann, verfolgt eine therapeutische Intervention konkrete Ziele. Die Erfahrungen werden durch qualifizierte Fachtrainer:innen begleitet, beobachtet und gegebenenfalls im psychotherapeutischen Gespräch aufgegriffen.

▶ Die International Association of Human-Animal Interaction Organizations (IAHAIO) beschreibt entsprechende fachliche und ethische Anforderungen an tiergestützte Angebote. Dazu gehören die Qualifikation der beteiligten Menschen, eine sorgfältige Planung und der Schutz des Tierwohls.

Warum Hunde in der Psychotherapie hilfreich sein können

Hunde nehmen ihre Umgebung über Gerüche, Bewegungen, Körpersprache und andere Sinneseindrücke wahr. Sie reagieren häufig unmittelbar auf menschliches Verhalten, ohne dessen soziale Bedeutung auf dieselbe Weise zu bewerten wie Menschen. Diese besondere Form der Begegnung kann therapeutisch genutzt werden. Denn viele psychische Erkrankungen beeinflussen nicht nur Gedanken und Gefühle, sondern auch den Umgang mit anderen Menschen und die Wahrnehmung des eigenen Körpers.

 

Vertrauen aufbauen, ohne viel sprechen zu müssen

Für manche Menschen ist es schwierig, über belastende Erfahrungen zu sprechen oder sich einer therapeutischen Beziehung zu öffnen. Besonders nach zwischenmenschlichen Verletzungen kann Nähe mit Unsicherheit verbunden sein. Ein Hund kann hier einen anderen Zugang ermöglichen. Der Kontakt muss nicht über Sprache entstehen. Schon das gemeinsame Beobachten, ein vorsichtiges Annähern oder eine einfache Beschäftigung mit dem Tier können erste positive Beziehungserfahrungen schaffen.

Dabei entsteht Vertrauen nicht automatisch. Entscheidend ist, dass der Kontakt freiwillig stattfindet und das Tempo der Annäherung selbst mitbestimmt werden kann. Eine solche Erfahrung kann später im therapeutischen Gespräch aufgegriffen werden: Was hat Sicherheit vermittelt? Wann entstand Unsicherheit? Und welche Bedingungen haben geholfen, sich auf die Begegnung einzulassen?

 

Stress reduzieren und zur Ruhe kommen

Ein Hund, der entspannt neben einem Menschen liegt, kann dessen Aufmerksamkeit auf den gegenwärtigen Moment lenken. Das Beobachten der Atmung, des Fells oder der Bewegungen des Tieres kann eine ruhige, achtsame Wahrnehmung unterstützen. In Untersuchungen zu Mensch-Tier-Interaktionen wurden unter bestimmten Bedingungen Veränderungen des subjektiven Stresserlebens und physiologischer Stressreaktionen beobachtet. Allerdings sind die Ergebnisse nicht einheitlich und hängen unter anderem von der Art der Begegnung und den untersuchten Personen ab. Für die Psychotherapie ist es deshalb weniger entscheidend, dass Hunde grundsätzlich beruhigend wirken. Vielmehr kann der Kontakt eine Gelegenheit bieten, körperliche Anspannung bewusster wahrzunehmen und hilfreiche Möglichkeiten der Selbstregulation zu erproben.

 

Selbstwirksamkeit erleben: Wenn das eigene Handeln etwas verändert

Psychische Erkrankungen können mit dem Gefühl einhergehen, wenig Einfluss auf das eigene Leben zu haben. In der Therapie ist es daher hilfreich, Situationen zu schaffen, in denen Menschen ihre Handlungsmöglichkeiten unmittelbar erleben. Hier kann die Arbeit mit einem Hund besonders anschaulich sein. Ein Beispiel: Eine Jugendliche soll einem Hund durch eine einfache Geste signalisieren, dass er sich setzen darf. Zunächst ist sie unsicher und gibt widersprüchliche Signale. Mit Unterstützung der Fachkraft verändert sie ihre Körpersprache und versucht es erneut. Der Hund reagiert auf das verständlichere Signal.

Eine solche Situation kann das Erleben von Selbstwirksamkeit fördern – also die Überzeugung, durch eigenes Handeln etwas bewirken zu können. Gleichzeitig lässt sich gemeinsam betrachten, wie Unsicherheit, Geduld und Erfolg erlebt wurden. Die therapeutische Bedeutung entsteht nicht allein dadurch, dass der Hund eine Aufgabe erfüllt. Sie entwickelt sich aus der bewussten Auseinandersetzung mit dem Erlebten.

 

Gefühle und Grenzen besser wahrnehmen

Hunde kommunizieren überwiegend nonverbal. Ihre Körperhaltung, Bewegungen und Verhaltensweisen können Hinweise darauf geben, ob sie entspannt, neugierig oder angespannt sind. Wer mit einem Hund arbeitet, lernt deshalb auch, genauer hinzusehen: Möchte das Tier Kontakt? Braucht es Abstand? Welche Reaktion löst das eigene Verhalten aus? Solche Beobachtungen können helfen, sich mit Nähe, Distanz und persönlichen Grenzen auseinanderzusetzen. Gerade für Menschen, denen es schwerfällt, eigene Bedürfnisse auszudrücken oder die Grenzen anderer wahrzunehmen, kann dies ein wertvoller Erfahrungsraum sein.

Dabei darf das Verhalten eines Hundes nicht als unmittelbarer Spiegel der menschlichen Gefühlslage interpretiert werden. Hunde reagieren auf zahlreiche Umweltreize und individuelle Erfahrungen. Eine fachlich sorgfältige Begleitung verhindert, dass ihrem Verhalten vorschnell psychologische Bedeutungen zugeschrieben werden.

Bei welchen psychischen Erkrankungen wird hundegestützte Therapie eingesetzt?

Tiergestützte Interventionen werden in unterschiedlichen Bereichen der psychiatrischen, psychosomatischen und psychotherapeutischen Versorgung eingesetzt. Sie können beispielsweise bei Menschen mit Depressionen, Angststörungen oder traumabezogenen Beschwerden ergänzend genutzt werden. Entscheidend ist jedoch nicht allein die Diagnose. Ob ein hundegestütztes Angebot sinnvoll ist, hängt ebenso von den persönlichen Erfahrungen mit Tieren, den individuellen Therapiezielen und möglichen Belastungen ab.

 

Depressionen: Aktivität und positive Erfahrungen fördern

Menschen mit Depressionen erleben häufig Antriebslosigkeit, sozialen Rückzug oder einen Verlust an Freude und Interesse. Der Kontakt mit einem Hund kann eine Möglichkeit bieten, sich wieder aktiv mit der Umwelt auseinanderzusetzen. Gemeinsame Übungen, Bewegung oder die Beschäftigung mit dem Tier schaffen konkrete Handlungsanlässe. Auch kleine positive Erfahrungen können therapeutisch aufgegriffen werden. 

 

Angststörungen: Sicherheit und Handlungsspielräume erproben

Bei Angststörungen können Vermeidung und ein ausgeprägtes Sicherheitsbedürfnis den Alltag einschränken. Im Kontakt mit einem Hund lassen sich unter geeigneten Bedingungen neue Erfahrungen mit Unsicherheit, Annäherung und Selbstvertrauen sammeln. Beispielsweise können Patient:innen üben, eine zunächst ungewohnte Situation schrittweise zu bewältigen und dabei die eigenen körperlichen Reaktionen wahrzunehmen. Die hundegestützte Arbeit ist allerdings nicht mit einer störungsspezifischen Expositionstherapie gleichzusetzen.

 

Traumafolgestörungen: Beziehung und Sicherheit behutsam gestalten

Nach traumatischen Erfahrungen können Vertrauen, Nähe und die Wahrnehmung von Sicherheit beeinträchtigt sein. Tiergestützte Angebote können hier einen zusätzlichen, gut strukturierten Erfahrungsraum schaffen. Der Kontakt mit einem Hund kann beispielsweise genutzt werden, um persönliche Grenzen wahrzunehmen, Nähe selbstbestimmt zu gestalten oder zwischen Anspannung und Entspannung zu unterscheiden.

Dabei ist besondere Sensibilität erforderlich. Nicht jeder Mensch empfindet Hunde als sicher oder beruhigend. Unvorhersehbare Bewegungen, Geräusche oder körperliche Nähe können auch belastend sein. Eine hundegestützte Intervention ist deshalb kein Ersatz für eine leitliniengerechte Traumatherapie, sondern allenfalls eine individuell geeignete Ergänzung.

Tiergestützte Therapie in der Kinder- und Jugendpsychiatrie

Kinder und Jugendliche drücken ihre Gefühle nicht immer in Worten aus. Manche ziehen sich zurück, andere reagieren impulsiv oder haben Schwierigkeiten, ihre Bedürfnisse und Unsicherheiten zu benennen. Die Begegnung mit einem Hund kann einen Zugang eröffnen, bei dem zunächst das gemeinsame Erleben im Vordergrund steht. Dabei entstehen Situationen, in denen sich emotionale und soziale Fähigkeiten praktisch erproben lassen.

Ein Jugendlicher, der schnell ungeduldig wird, kann beispielsweise erleben, dass ein Hund Zeit benötigt, um ein Signal zu verstehen. Ein eher zurückhaltendes Kind kann ausprobieren, wie es selbst Kontakt aufnimmt und dabei eigene Grenzen wahrt. Auch die Verantwortung für ein Tier bietet Lernmöglichkeiten. Wer Wasser bereitstellt, eine Ruhepause respektiert oder auf die Körpersprache des Hundes achtet, beschäftigt sich zugleich mit Bedürfnissen, Rücksichtnahme und Fürsorge.

 

Soziale Kompetenzen in der Gruppe stärken

In gruppenbezogenen Angeboten können Hunde gemeinsame Aufgaben und Gesprächsanlässe schaffen. Die Teilnehmer:innen müssen sich absprechen, aufeinander achten und unterschiedliche Bedürfnisse berücksichtigen. Dabei können Fähigkeiten angesprochen werden, die auch außerhalb der Therapie relevant sind: Geduld, Kooperation, angemessene Kommunikation und ein respektvoller Umgang mit Grenzen.

Besonders wertvoll wird eine solche Erfahrung, wenn der Bezug zum Alltag hergestellt wird. Wie gelingt es, Wünsche verständlich auszudrücken? Wie lässt sich mit Enttäuschungen umgehen? Und was verändert sich, wenn das Gegenüber mehr Zeit benötigt als erwartet?

 

Ablauf der tiergestützten Therapie mit Hunden

Die Gestaltung der hundegestützten Therapie hängt von den individuellen Behandlungszielen, der therapeutischen Ausrichtung und den Bedürfnissen der beteiligten Menschen und Tiere ab. Zu Beginn steht häufig das behutsame Kennenlernen. Der Hund kann zunächst aus einiger Entfernung beobachtet werden. Erst wenn ausreichend Sicherheit besteht und Kontakt gewünscht ist, folgen weitere Schritte.

Im Verlauf können unterschiedliche Aktivitäten eingebunden werden. Dazu gehören beispielsweise gemeinsames Spielen, das Üben einfacher Signale, Spaziergänge oder die Beobachtung der Körpersprache des Hundes. Entscheidend ist nicht die Aktivität allein, sondern ihre therapeutische Einordnung. Eine Situation, in der ein Hund Abstand sucht, kann beispielsweise zum Anlass werden, über persönliche Grenzen, Zurückweisung oder gegenseitige Rücksichtnahme zu sprechen. Die therapeutische Fachkraft begleitet diese Erfahrungen und stellt den Bezug zu den individuellen Behandlungszielen her.

Formen der Begegnung:

  • Beobachten: Die Körpersprache und Bedürfnisse des Hundes kennenlernen.

  • Kontakt aufnehmen: Sich dem Tier im eigenen Tempo annähern und seine Reaktionen wahrnehmen.

  • Gemeinsame Aufgaben lösen: Mit klaren Signalen, Geduld und gegenseitiger Aufmerksamkeit arbeiten.

  • Verantwortung übernehmen: Den Hund angemessen versorgen und seine Ruhebedürfnisse respektieren.

  • Erfahrungen reflektieren: Gefühle, Reaktionen und neue Erkenntnisse in den therapeutischen Prozess übertragen.

Nicht jede Einheit muss direkten Körperkontakt beinhalten. Auch das Beobachten aus einer gewissen Entfernung kann sinnvoll sein. Ebenso gehört es zu einer verantwortungsvollen Durchführung, dass der Hund eine Interaktion unterbrechen oder sich zurückziehen darf.

Was sagt die Wissenschaft zur Wirksamkeit der tiergestützten Therapie?

Die Forschung zur tiergestützten Therapie hat sich in den vergangenen Jahren deutlich weiterentwickelt. Insbesondere für hundegestützte Interventionen liegen inzwischen mehrere systematische Übersichtsarbeiten vor. Die wissenschaftliche Bewertung bleibt jedoch anspruchsvoll. Ein Grund dafür ist die große Unterschiedlichkeit der untersuchten Angebote. Manche Studien beschäftigen sich mit kurzen Hundebesuchen, andere mit längerfristigen therapeutischen Programmen. Auch die Zielgruppen, Vergleichsbedingungen und eingesetzten Messverfahren unterscheiden sich erheblich.

Eine 2025 im British Journal of Psychiatry veröffentlichte Übersichtsarbeit untersuchte 29 randomisierte kontrollierte Studien mit Menschen, die psychische Erkrankungen oder neurologische Entwicklungsstörungen aufwiesen. Die Ergebnisse zeigten in verschiedenen Bereichen mögliche positive Effekte, unter anderem auf soziale Fähigkeiten, Verhalten und einzelne psychische Symptome. Allerdings waren die Ergebnisse nicht durchgehend positiv. Zudem unterschieden sich die untersuchten Interventionen erheblich hinsichtlich Dauer, Durchführung und Zielgruppen.¹

Weitere Forschungsarbeiten zu Kindern und Jugendlichen fanden Hinweise auf eine mögliche Verringerung von Ängsten und eine Unterstützung des emotionalen Wohlbefindens. Die Autor:innen betonen jedoch, dass aussagekräftigere Studien erforderlich sind. Der derzeitige Forschungsstand deutet darauf hin, dass tiergestützte Therapie das psychische Wohlbefinden und bestimmte therapeutische Prozesse unterstützen kann. Ein zuverlässiger Behandlungseffekt für einzelne psychische Erkrankungen ist damit noch nicht ausreichend nachgewiesen.²,³,⁴

 

Tiergestützte Therapie als Ergänzung einer ganzheitlichen Behandlung

Psychische Erkrankungen entstehen und entwickeln sich durch ein Zusammenspiel biologischer, psychologischer und sozialer Faktoren. Entsprechend umfasst eine Behandlung häufig verschiedene therapeutische Ansätze. Tiergestützte Therapie kann innerhalb eines solchen Behandlungskonzepts zusätzliche Erfahrungen ermöglichen. Insbesondere die Förderung von Beziehung, emotionaler Wahrnehmung und Selbstwirksamkeit kann therapeutisch aufgegriffen werden.

Auch in der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Gezeiten Haus Kliniken am Standort Schloss Eichholz wird der Kontakt mit Hunden als ergänzendes therapeutisches Angebot eingesetzt. Im Mittelpunkt stehen dabei die Begegnung mit dem Tier, die bewusste Wahrnehmung seiner Signale und das gemeinsame Erleben in einem geschützten Rahmen.

 

Wann ist tiergestützte Therapie nicht geeignet?

So positiv der Kontakt zu Hunden erlebt werden kann, er ist nicht für alle Menschen gleichermaßen hilfreich. Ausgeprägte Angst vor Hunden, traumatische Erfahrungen mit Tieren, Allergien oder bestimmte gesundheitliche Risiken können auch gegen das Angebot sprechen. Und auch die Bedürfnisse des Hundes müssen berücksichtigt werden. Tiergestützte Arbeit ist nur dann verantwortungsvoll, wenn das Tier für die Aufgabe geeignet ist, seine Tagesform und Belastungsgrenzen erkannt werden und ausreichend Ruhe- und Rückzugsmöglichkeiten bestehen.

Internationale Fachstandards betonen deshalb ausdrücklich, dass das Wohlergehen von Menschen und Tieren gleichermaßen berücksichtigt werden muss.¹ ² Ein guter Therapiehund muss nicht jede Berührung zulassen oder jede Aufgabe erfüllen. Vielmehr zeichnet sich eine fachgerechte tiergestützte Arbeit dadurch aus, dass die Signale des Hundes ernst genommen werden.

Tiergestützte Therapie mit Hunden im Gezeiten Haus Schloss Eichholz

Tiergestützte Therapie mit Hunden im Gezeiten Haus Schloss Eichholz

Junge Menschen mit psychischen Erkrankungen unterstützen wir in unserer Kinder- und Jugendpsychiatrie mit einem breiten Spektrum an Therapieverfahren für ihre individuellen Bedürfnisse und den spezifischen Symptomen. Neben den klassischen Psychotherapieverfahren bieten wir eine große Auswahl an Körper- und achtsamkeitsbasierten Therapien sowie naturtherapeutische Angebote wie die tiergestützte Therapie oder therapeutisches Gärtner an.

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Junge Menschen mit psychischen Erkrankungen unterstützen wir in unserer Kinder- und Jugendpsychiatrie mit einem breiten Spektrum an Therapieverfahren für ihre individuellen Bedürfnisse und den spezifischen Symptomen. Neben den klassischen Psychotherapieverfahren bieten wir eine große Auswahl an Körper- und achtsamkeitsbasierten Therapien sowie naturtherapeutische Angebote wie die tiergestützte Therapie oder therapeutisches Gärtner an.

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Tiergestützte Therapie mit Hunden im Gezeiten Haus Schloss Eichholz

In der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Gezeiten Haus Kliniken auf Schloss Eichholz werden Hunde als ergänzendes Angebot in die therapeutische Arbeit einbezogen. 1-2 mal wöchentlich kommen speziell ausgebildete Mensch-Hund-Teams zum Einsatz. Die Zusammenarbeit erfolgt mit HuKu Köln, einem Anbieter tiergestützter pädagogischer Interventionen mit systemischer Grundhaltung.

Die Kinder und Jugendlichen können die Hunde beobachten, mit ihnen interagieren und gemeinsame Übungen durchführen. In einem Gruppenangebot, dem sogenannten „Hundeführerschein“, beschäftigen sie sich unter anderem mit Körpersprache, Grenzen, Verantwortung und Rücksichtnahme. Das Angebot ergänzt die psychotherapeutische Behandlung und eröffnet zusätzliche Möglichkeiten, emotionale und soziale Erfahrungen zu sammeln.


Fazit

Hunde können Nähe vermitteln, soziale Begegnungen erleichtern und manchen Menschen helfen, Stress und emotionale Anspannung zu reduzieren. In der tiergestützten Therapie werden diese Erfahrungen gezielt aufgegriffen, um therapeutische Prozesse zu unterstützen. Besonders für Kinder und Jugendliche kann der Kontakt mit einem Hund neue Möglichkeiten eröffnen, Gefühle auszudrücken, Vertrauen aufzubauen und eigene Fähigkeiten zu entdecken.

Die bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnisse sind vielversprechend, zeigen aber auch deutliche Forschungsgrenzen. Entscheidend bleibt deshalb eine fachlich begleitete, individuell passende Anwendung, bei der sowohl das Wohlbefinden der Patient:innen als auch das der Tiere im Mittelpunkt steht.


Häufige Fragen zur tiergestützten Therapie

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