Tiergestützte Therapie mit Hunden in unserer Kinder- und Jugendpsychiatrie

Therapieangebot für Kinder und Jugendliche

Seit dem 15.08.2026 erweitern wir das therapeutische Angebot unserer Kinder- und Jugendpsychiatrie auf Schloss Eichholz um tiergestützte Interventionen mit Hunden. Das zusätzliche Angebot richtet sich an unsere jungen Patient:innen und schafft einen besonderen Erfahrungsraum, in dem unter anderem Vertrauen, Selbstwirksamkeit, soziale Kompetenzen und ein achtsamer Umgang mit sich selbst und anderen gefördert werden können.

Neues Therapieangebot im Gezeiten Haus Schloss Eichholz

Zweimal wöchentlich kommen speziell ausgebildete Mensch-Hund-Teams zu uns und schaffen für unsere jungen Patient:innen einen besonderen therapeutischen Erfahrungsraum. Für das therapeutische Angebot arbeiten wir mit HuKu Köln zusammen, deren Arbeit auf einer systemischen Grundhaltung und bedarfsorientierten Interventionen basiert. 

 

Begegnungen, die Vertrauen schaffen können

Hunde begegnen Menschen auf eine besondere Weise: unmittelbar, ohne Vorurteile und ohne Erwartungen an sprachliche oder soziale Fähigkeiten. Gerade für Kinder und Jugendliche kann dadurch ein niedrigschwelliger Zugang zu Kontakt, Beziehung und neuen Erfahrungen entstehen. Je nach individueller Situation stehen beispielsweise die Beobachtung und Interaktion mit dem Hund, gemeinsame Übungen, Spiele oder die Versorgung des Tieres im Mittelpunkt. Dabei können unter anderem emotionale, soziale, kognitive und motorische Fähigkeiten angesprochen werden. HuKu beschreibt zudem mögliche positive Effekte auf Stressregulation und Bindungserleben. Im Klinikalltag zeigt sich bereits, wie positiv das neue Angebot angenommen wird: Viele unserer Patient:innen freuen sich besonders auf die gemeinsamen Termine mit den Hunden.

 

Lernen im gruppentherapeutischen Setting

Im gruppentherapeutischen Setting haben die Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit einen sogenannten „Hundeführerschein“ zu absolvieren. Dabei beschäftigen sie sich mit Körpersprache, Grenzen, Verantwortung und gegenseitiger Rücksichtnahme. Sie lernen, Signale des Hundes wahrzunehmen und angemessen darauf zu reagieren – und erleben gleichzeitig unmittelbar, welchen Einfluss das eigene Verhalten auf das Gegenüber haben kann.

Die tiergestützte Interventionen mit Hunden verstehen wir als ergänzenden Baustein innerhalb unseres multimodalen Therapiekonzeptes. Die von HuKu Köln eingesetzten Hunde sind speziell für die pädagogische Arbeit ausgebildet. Zudem arbeitet HuKu Köln nach den Richtlinien der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz (TVT).

Mit dem neuen Angebot ergänzen wir unser therapeutisches Spektrum der Kinder- und Jugendpsychiatrie auf Schloss Eichholz um eine weitere erfahrungsorientierte Therapieform, die unseren Patient:innen neue Möglichkeiten eröffnet, sich selbst, andere und die eigene Umwelt wahrzunehmen.