Hofmann A., Hilgers A., Lehnung M., Liebermann P., Ostacoli L., Schneider W., Hase M. (2014). Eye Movement Desensitization and Reprocessing as an Adjunctive Treatment of Unipolar Depression: A Controlled Study, Journal of EMDR Practice and Research.
Depression zählt zu den häufigsten und belastendsten psychischen Erkrankungen weltweit, wobei bestehende Behandlungsansätze nicht bei allen Patient:innen zu einer vollständigen Remission führen und Rückfälle häufig sind.
In einer explorativen, nicht-randomisierten kontrollierten Studie "Eye Movement Desensitization and Reprocessing as an Adjunctive Treatment of Unipolar Depression: A Controlled Study" wurde untersucht, ob EMDR einen zusätzlichen Nutzen in der Depressionsbehandlung bietet. Insgesamt nahmen 42 Patient:innen mit unipolarer Depression teil. Eine Gruppe erhielt eine kognitive Verhaltenstherapie (CBT) mit ergänzenden EMDR-Sitzungen, während die Kontrollgruppe ausschließlich mit CBT behandelt wurde.
Beide Behandlungsansätze führten zu einer deutlichen Verbesserung der depressiven Symptomatik. Allerdings zeigte sich ein zusätzlicher positiver Effekt durch den Einsatz von EMDR: Die Patient:innen in der EMDR-Gruppe erzielten signifikant bessere Ergebnisse und erreichten häufiger eine vollständige Remission als die Kontrollgruppe.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass EMDR eine sinnvolle Ergänzung in der Behandlung von Depressionen sein kann. Gleichzeitig wird betont, dass weitere Studien mit größeren Stichproben notwendig sind, um diese Befunde zu bestätigen.
