Fachleute hinterfragen gängige Vorstellungen von “Normalität”
27.11.2025 | Evangelische Kirchenzeitung | Prof. Dr. Dr. Walter Machtemes
Im Beitrag der Evangelischen Zeitung vom 27.11.2025 spricht Prof. Dr. Dr. Walter Machtemes über die gängige Vorstellungen von Normalität und psychischer Gesundheit. Er erläutert, warum Krankheit nicht isoliert betrachtet werden kann, welche Rolle gesellschaftliche Erwartungen und Lebensübergänge spielen und weshalb psychische Symptome als sinnvolle Signale verstanden werden sollten, die auf notwendige Anpassungs- und Orientierungsprozesse hinweisen.
Im Beitrag der Evangelischen Zeitung wird deutlich, wie sehr gesellschaftliche Normen unser Verständnis von psychischer Gesundheit prägen. Prof. Dr. Dr. Walter Machtemes macht darauf aufmerksam, dass „gesund“ und „krank“ keine starren Kategorien sind, sondern immer im Zusammenhang mit Lebensumständen, Übergangsphasen und gesellschaftlichen Erwartungen stehen. Psychische Symptome versteht er nicht als bloße Störung, sondern als sinnvolle Signale – Hinweise darauf, dass Menschen Orientierung, Anpassung und Neujustierung brauchen. Der Artikel plädiert für einen offeneren, menschlicheren Umgang mit psychischer Vielfalt.

Prof. Dr. Dr. med. Walter Machtemes ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Philosoph und Soziologe und Autor zahlreicher Bücher. Seit 2016 ist er Chefarzt der Gezeiten Haus Tagesklinik in Oberhausen.
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