Depression

Depressionen mit ihren unterschiedlichen Ausprägungen sind nicht immer eindeutig zu diagnostizieren, da Ursachen, Auslöser und Symptome der Depression sehr vielfältig und individuell sind. Oftmals begleiten Angst, der Verlust, Gefühle wahrnehmen zu können, Lebensüberdruss, Konzentrationsstörungen, Unruhe und Schlafstörungen den Alltag. Bei schweren Depressionen können sich Selbstmordgedanken entwickeln. Im Vordergrund stehen bei vielen depressiven Kindern und Jugendlichen, psychosomatische Beschwerden wie Magenschmerzen, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen oder „Herzschmerz“.

Depression richtig einordnen

Eine der wichtigsten geistigen Einordnungen für betroffene Eltern sollte sein: Ein depressives Kind ist weder faul, noch böse oder agressiv, noch unerträglich, weil es so sein will. Ein depressives Kind leidet an einer psychischen Erkrankung und benötigt gezielte Behandlung. 

Raum für verschiedene Perspektiven

Die Depression wird im Gezeiten Haus sowohl von der körperlichen als auch von der psychischen und psychosozialen Seite her betrachtet. Ärzte und Therapeuten aus verschiedenen Fachrichtungen begleiten das Kind oder den Jugendlichen auf seinem Weg raus aus der Depression. Zum individuellen Behandlungskonzept gehören unter anderem Psychotherapie, Körpertherapie, Kreativtherapie, Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) sowie (bei individueller Notwendigkeit) eine medikamentöse Behandlung nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Burnout und Depression

Depression ist nicht gleich Burnout. Burnout ist nicht gleich Depression. Aber häufig steigt in der prozesshaften Burnout-Entwicklung die Depressivität an und kann sich, wenn das Burnout-Syndrom nicht professionell behandelt wird, zu einer schweren Depression entwickeln. Mit anderen Worten: Der Risikozustand Burnout ist der breiteste Weg in eine Depression. Grundsätzlich können Depressionen auch unabhängig von einem Burnout auftreten.

Trauma und Depression

Ursache für eine Depression kann unter anderem ein Trauma sein. In der Depression ist der Zusammenhang mit traumatischen Erlebnissen in der frühen Kindheit jedoch weniger augenfällig, so dass das Trauma als Auslöser „übersehen“ werden kann. In diesen Fällen können Therapien, die nicht gezielt das Trauma behandeln, nicht nachhaltig wirken.