Sucht / Abhängigkeit

Abhängigkeitserkrankungen sind weit verbreitet. Sie entwickeln sich schleichend und werden häufig erst spät bemerkt - oder verdrängt. Oft treten sie auch in Verbindung mit Depressionen, Burn-out oder Traumata auf. Für den Ausstieg brauchen die Betroffenen professionelle Hilfe.

Ausstieg aus der Sucht

Suchterkrankungen sind weit verbreitet. Von einer Sucht spricht man dann, wenn das Bedürfnis nach einer Substanz oder einem Verhalten zwanghaft ist, der Betroffene sich ohne fremde Hilfe nicht von seinem Suchtverhalten - sei es der Konsum von Alkohol, Medikamenten, Glückspielen, Internet etc.- lösen kann.  Wir unterstützen Sie mit unserem ganzheitlichen, multimodalen Behandlungskonzept auf Ihrem Weg in ein suchtfreies Leben.

Abhängigkeit ist eine Erkrankung, keine Willens- oder Charakterschwäche

Abhängigkeit und Sucht - in der Fachsprache Impulskontrollstörungen genannt - haben viele Ursachen. Sie entwickeln sich aus einem komplexen Gefüge von körperlichen, psychischen und sozialen Faktoren. Ein Risikofaktor ist oftmals eine andere psychiatrische Erkrankung oder psychosomatische Störung, die bereits vorliegt, beispielsweise eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS).

Doppelmorbidität: Depression/Trauma und Abhängigkeit

Wenn sich psychische Erkrankungen wie Depressionen, Burn-out oder Angststörungen entwickeln, wird dieser Zustand für manche Menschen so unerträglich, dass sie sich durch stimmungsverändernde Mittel selbst „behandeln“ :  durch Medikamente, Alkohol und Drogen oder aber durch selbstschädigende Handlungen wie zum Beispiel exzessiven Medien- oder Pornographiekonsum, Glückspiel, extremes Sport treiben oder Arbeiten (Workaholic). Hieraus kann sich schnell ein verhängnisvoller Prozess, ein Teufelskreis bilden, aus dem man alleine nicht aussteigen kann. Im Gezeiten Haus Schloss Wendgräben sind wir auf die Behandlung solcher Doppeldiagnosen aus Depression oder Trauma und Abhängigkeit spezialisiert.

Stoffgebundene Abhängigkeiten

  • Alkohol
  • Medikamente
  • Drogen 
  • Nikotin

Nicht-Stoffgebundene Abhängigkeiten/ verhaltenssüchte

  • Pathologisches Glücksspiel/Spielsucht
  • Internet-/PC-Sucht
  • Kaufsucht
  • Sexsucht

 

Wie Sie eine Abhängigkeitserkrankung erkennen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht von einem Abhängigkeitssyndrom, wenn drei der unten aufgeführten Symptome gleichzeitig vorliegen:

  1. Heftiges Verlangen nach dem Suchtmittel
  2. Kontrollverlust bezüglich Menge und Dauer des Konsums
  3.  Körperliche Entzugsbeschwerden 
  4. Toleranzentwicklung (Dosissteigerung oder Wirkungsverlust) 
  5. Aufgabe ursprünglicher Interessen oder Aktivitäten (das Suchtmittel wird zum Lebensmittelpunkt)
  6. Fortdauernder Konsum trotz negativer sozialer und gesundheitlicher Folgen

Wo wird behandelt

Behandlung von Suchtfolgeerkrankungen